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Wissenswertes über die Zertifizierung
Zertifizierung von Solarienbetrieben nach den Kriterien des RTS.
 
Die Vorgeschichte des RTS (Runder Tisch Solarien)
Im Sommer 2000 wurden die neuesten Empfehlungen der Strahlenschutz-Kommission an alle Sonnenstudios versandt. Die Verbände wurden entgegen einer Zusage nicht gehört. Im Dezember 2000 verstärkten Photomed und SLS nach einer Negativkampagne der Dermatologen erneut den Gesprächsdruck.
Überraschend waren beim Treffen diverse dermatologische Professoren sowie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) anwesend.
 
Das schwierige Gespräch endete in der Übereinstimmung, dass eine Verbesserung des Studiobetriebs in Verbindung mit einer Regelung der Geräte im gemeinschaftlichen Konsens erreicht werden kann und dass hierzu ein Gremium zusammengestellt werden muss – der runde Tisch Solarien (RTS) war geboren.
 
Zusammensetzung des RTS
 
  • Arbeitsgemeinschaft Dermatologischer Prävention
  • EU Gesellschaft für klassische Naturheilkunde
  • Dt. Akademie für Photologie und Phototechnologie
  • BfS
  • SLS
  • Photomed
  • SSK
  • Deutsche Krebshilfe
Die Zielsetzung des RTS
 
  • Mindestkriterien als Basis für die Zertifizierung von Sonnenstudios zu formulieren
  • Verbindliche Mindestanforderungen aus den Empfehlungen der SSK abzuleiten
  • Die wichtigsten Felder dabei sind:
-          Gerätestandards
-          Betriebsabläufe
-          Fachliche Qualifikation
-          Sach- und fachgerechte Informationen für die Kunden
 
 Ergebnisse des RTS/Geräte
 
  • Konstruktion der Bestrahlungsgeräte nach DIN EN 60335-2-27
  • Messtoleranz von +15% bei Überprüfung
  • Begrenzung der Bestrahlungsstärke von Geräten
  • Gleichmäßigkeit der Bestrahlungsstärke in der Nutzfläche gemäß DIN 5050/1 von g > 0,4
  • Notabschaltung am Gerät durch den Nutzer unmittelbar zugänglich
  • Dosierung in Schritten von 0,2 MED (entsprechend 50J/m²) und
  • Zwangsabschaltung nach maximal 3,5 MED (entsprechend 875 J/m²).
 Zeitliche Rahmenbedingungen
 
  • Seit dem 23.07.2007 nur noch Neugeräte mit 0,3 W/m²
  • Ab sofort bis 31.07.2008 bei abgeschlossener Zertifizierung 3 Jahre Bestandsschutz für 0,6 W/m²
  • Danach bei Re-Zertifizierung 0,3 W/m²
  • Auflage für Neugeräte gilt auch für zertifizierte Studios
  • Für Altgeräte noch keine Regelung, obwohl BMU dies wünscht
 Durch das BfS akkreditierte Zertifizierer
 
  • SGB in Stuttgart
  • Heraeus Messlabor in Hanau
  • TÜV Rheinland in Köln
  • Deutsche solazert Hans Reinmann in Nürnberg
  • TU Berlin (ohne Aktivitäten)
Was ist eine Zertifizierung?
 
  • Die Zertifizierung ist eine Dokumentenprüfung
  • Die Dokumente werden auf ihre Ordnungsmäßigkeit hin geprüft
  • Sollten keine weiteren Auffälligkeiten auftreten, ist die Prüfung erfolgreich abgeschlossen

Die Schritte zur RTS – Zertifizierung

 
  1. Angebot mit Infomaterial bei der SGB anfordern
  2. Prüfung der Zertifizierungsfähigkeit (Check-Liste)
  3. Ggf. Klärung von Fragen
  4. Beauftragung der SGB und Terminabstimmung
  5. Betriebsbücher, Schulungszertifikate und Kundenberatungsunterlagen an die SGB senden
  6. Durchführung des Zertifizierungsaudits
  7. Aufbereitung der Unterlagen und Erstellung des Prüfberichtes
  8. Erhalt des Prüfberichtes und des Zertifikats
  9. Meldung des erfolgreich bestandenen Audits an BfS und Photomed
  10. Im Vorfeld geplante Marketingaktivitäten umsetzen
  
1. Gerätestandards
  1. Pro Gerät ist ein Ordner angelegt bestehend aus Prüf- und Betriebsbuch, Montage- und Bedienungsanleitung, Wartungsprotokoll
  2. Geräteaufkleber befindet sich am Gerät
  3. Äquivalenzbescheinigung liegt vor
  4. am Tag der Zertifizierung Stand der Betriebsstundenzähler festhalten
  5. Geräte, die im Jahr 2007 aufgestellt wurden, benötigen eine Bescheinigung über das Aufstellungsdatum
2. Betriebsablauf und Hygiene
  1. DGHM-Zertifikat für Desinfektionsmittel vorhanden
  2. Verfahrensanweisung zur Herstellung der gebrauchs­fertigen Lösung vorhanden
  3. Verfahrensanweisung Gerätedesinfektion vorhanden
  4. Verfahrensanweisung Schutzbrillendesinfektion vorhanden
  5. Verfahrensanweisung Kopfhörerdesinfektion vorhanden
  6. Verfahrensanweisung Reinigung Fußböden vorhanden
  7. Reinigungsplan Fußboden vorhanden
  8. Reinigungsplan Sanitärbereich vorhanden
  9. Zertifikat Schutzbrillen vorhanden
  10. wenn Handtücher, dann ausreichend vorhanden (mind. 100-150 Stk.)
3. Fachliche Qualifikation der Mitarbeiter
  1. Namensliste der im Kundenkontakt stehenden Mitarbeiter vorhanden
  2. Dokumentation über regelmäßige interne Schulungen vorhanden
  3. AfB-Urkunden vorhanden ( Ausstellungsdatum wichtig)
  4. Schriftl. Bestätigung der Mitarbeiter, dass UV-Fibel erhalten und gelesen, vorhanden
  5. Ein Exemplar UV-Fibel im Studio vorhanden
  6. Am Tag der Zertifizierung Namensliste der Mitarbeiter mit vor u. Zunamen, Datum der AfB Schulung bereithalten.
  7. Dokumentationen der internen Schulung mit Thema, Datum, Namen und nächstem Termin
4. Kundeninformation und -beratung
  1. UV-Schutzempfehlungen SSK verfügbar
  2. Gerätekennzeichnung nach DIN gerätenah in jeder Kabine angebracht
  3. Aktuelle Benutzerhinweise in jeder Kabine vorhanden
  4. Dosierungsplan für alle Geräte vorhanden
  5. Unterlagen Neukundenberatung
  6. Unterlagen Hauttypen-Ermittlung vorhanden 
  7. Dokumentation der durchgeführten Erstberatungen vorhanden (bisher durchgeführte lückenlos ausgefüllte Neukundenberatungsbögen archiviert)
  8. Beherrschen die Mitarbeiter das Neukunden‑ Beratungsgespräch (insbesondere Neukundenberatungsblock, Hauttypen-Ermittlung u. Ausschlusskriterien)
  9. Solarkosmetika benötigen eine Bescheinigung, dass durch sie keine Photosensibilisierung verursacht wird. (auf www.photomed.de nachschauen)
 
© Dr. N. Schmid-Keiner für SGB
 
Ablauf des Zertifizierungsaudits im Studio
 
  1. Geräteprüfung
  2. Kabinenbesichtigung
  3. Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der geforderten Unterlagen
  4. Prüfung der Betriebsabläufe
  5. Prüfung des Kenntnisstandes der Mitarbeiter
  6. Sichtung des Materials zur Kundenaufklärung
Themen der Prüfung zur Fachkenntnis
 
  • Grundsätzliche Themen der AfB – Schulung / UV – Fibel
-          UV – Strahlung
-          Hauttypermittlung
-          Ausschlusskriterien
-          Sicherheitsrelevante Themen
-          Desinfektion
 
Nach erfolgter Zertifizierung:
 
  • Dauerhafte Sicherung der Vorgehensweise nach den Kriterien des BfS
  • Änderungsmitteilungen über wesentliche Neuerungen
  • Überwachungsaudit
  • Kontrollen durch das BfS



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